Tansania –Die unendliche Wanderung der Gnus

Abseits der wandernden Herde hat sich ein einzelnes Gnu niedergelassen. Uns stockt der Atem, als wir direkt neben unserem Jeep eine Löwin entdecken. Das Gnu genießt nichtsahnend die Ruhe. Die Löwin nähert sich lautlos. Stalken nennt man das. Unsere Anspannung ist immens. Das Gnu ist noch immer ahnungslos. Dann setzt die Löwin zum Kill an. Eine erfahrene Löwin. Sie weiß genau, was sie tut. Das Gnu stirbt schnell.

Die größte Tierwanderung unseres Planeten ist eines der spektakulärsten Naturschauspiele: The Great Migration. Im ewigen Kreislauf des Jahres ziehen unüberschaubare Herden von Gnus, Zebras und andere Herdentiere dem frischen Gras im gesamten Ökosystem Ndutu-Serengeti-Masai Mara hinterher. Sie ziehen ihre Jungtiere in den ausgedehnten Grassteppen auf und überqueren Flüsse, wo hungrige Krokodile auf schmackhafte Beute lauern.

Wenn der erste Regen im Süden der Serengeti einsetzt und die pittoreske Landschaft in sattes Grün taucht, erreichen etwa 2,5 Millionen Gnus die Ndutu-Region. Die Dramaturgie der Migration nimmt ihren Anfang. Gnus, soweit das Auge reicht. Nach acht bis neun Monaten Tragzeit kalben die Gnus nun gleichzeitig, die Überlebenschance der Kälber ist so höher.

Besonders die Jungtiere sind leichte Beute. Die Jäger können sich am reich gedeckten Tisch bedienen. Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen, Schakale. Auch die Geier kommen voll auf ihre Kosten. Alle Bäuche sind prall gefüllt in dieser Zeit. Die Herden ziehen weiter. Richtung Norden durch die Serengeti bis nach Kenia in die Masai Mara.

Etwa im Oktober erreicht die Wanderung einen weiteren Höhepunkt. Es ist an der Zeit, den Mara-Fluss zu überqueren. In ihm warten bereits heißhungrig die riesigen Mara-Krokodile. Gnus und Zebras sammeln sich vor dem Fluss, sichtlich nervös. Wenn ein Gnu todesmutig in die Fluten springt, folgen die anderen. Wer das andere Ufer erreicht, hat es erstmal geschafft.

Die Herden ziehen weiter. Richtung Zentral-Serengeti. Die weiblichen Gnus sind nun trächtig, auf dem Weg zur NdutuRegion, um dort im immerwährenden Kreislauf zu kalben. Wer den Tag und insbesondere die Nacht in der Wildnis überlebt, ist ungewiss. Die unendliche Wanderung der Gnus jedoch wird weitergehen.


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